Eine beeindruckende Fjordlandschaft – die Gewässer der Saalekaskade
Tipps für Angler zur Hohenwarte-Talsperre
Große Selze

Am Einlauf des Selzenbaches wurden in der Vergangenheit kapitale Zander gefangen, die für viel Aufsehen gesorgt haben. Netzkäfige mit Zuchtforellen waren der Grund, warum sich die dicken Räuber dort ein Stelldichein gegeben haben. Heute sind die Anlagen nicht mehr an diesem Platz, deshalb sind die Fänge zurückgegangen, obwohl der Platz noch immer top ist. Ähnliches gilt für die Kleine Selzenbucht.

Preßwitzer Spitze

Dieser Landzipfel trägt seinen Namen wegen der Ortschaft, die in den 30er Jahren dem Stausee weichen musste. Direkt an der Spitze befindet sich eine steile Abbruchkante. Sehr beliebt bei Zanderanglern. Die Ostseite der Spitze ist zum Fischen zu steil. Erst Richtung Zeltplatz wird das Ufer bei niedrigem Wasserstand wieder begehbar.

Alter

Im Januar können in diesem Flachwassergebiet große Hechte gefangen werden. Im Sommer ist dieser Platz nicht zu empfehlen: zu viel Boots- und Badebetrieb.

Schwarze Wand

Ein finsterer Name für ein ausgezeichnetes Hechtrevier. Vom Ufer ist dieser Platz nicht erreichbar. Vor allem Bootsangler von den nahen Campingplätzen fischen am steil abfallenden Uferbereich. Ausgeprägte Felsabhänge unter Wasser bieten Hechten tolle Einstandsmöglichkeiten.

Holzbucht

Sie heißt, was sie ist: Hier sammelt sich aufgrund von Strömungs- und Windverhältnissen alles Holz, das in der Hohenwarte herumtreibt. Trotzdem ein äußerst beliebter Platz bei Bootsanglern. Denn altes Holz sinkt ab und bietet großen Raubfischen Deckung. Klar, dass in der Holzbucht nur kräftige Montagen zum Einsatz kommen.

Portenschmiede

Ein großer Campingplatz ist Erkennungszeichen für die Portenschmiede. Für campende Angler mit eigenem Boot ist der Zeltplatz guter Ausgangspunkt für fischreiche Touren. Die Uferpartien sind steil, für Landangler kaum erreichbar.

Drachenschwanz

Der Wald sieht von oben tatsächlich wie ein schlafender Drache aus. Sein Schwanz krümmt sich als Landzipfel weit in die Talsperre hinein. Sehr beliebt bei Spinn- und Karpfenanglern. Für Letztere beginnen mit dem Drachenschwanz flussaufwärts, Richtung Ziegenrück die fangreichsten Reviere. Erst ab dort sind größere flache Gewässerabschnitte zu finden. Allerdings sind auch diese Plätze rar gesät, da lange Strecken mit sehr steilen Ufern folgen.

Linkenmühle

Wo heute die kleine Autofähre verkehrt, gab es früher eine große Brücke. Diese wurde – noch nicht mal eingeweiht – bei Kriegsende gesprengt. Taucher berichten von wahren Zander-Monstern, die gleich rudelweise die versunkenen Trümmer bewohnen. Doch sie gelten selbst unter heimischen Experten als fast unfangbar. Die fischreiche Ruinenlandschaft ist das perfekte Köder und Schnurgrab. Vom Ufer aus lässt sich in diesem Gebiet neben dem Trümmerfeld auch recht gut fischen.

Conrad-Kraftwerk

Vom stillgelegten Kraftwerk an flussaufwärts sind Motorboote verboten. Doch das Ufer ist recht gut begehbar, von einigen steilen Partien abgesehen. Die Talsperre ähnelt dort immer mehr der ursprünglichen Saale. Besonders bei Niedrigwasser führt nur noch das alte Flussbett Wasser.

Buchacker

Der Acker ist eine Wiese, die flach im Stausee ausläuft. Selbst die Zaunpfähle reichen ins Wasser, um den Rinderherden die Fluchtchancen zu nehmen. Wer keine Angst vor Kühen hat, kann einen Versuch mit der Spinnangel wagen. Gegenüber liegt die Hemmkoppe mit steilerem Ufer.

Ziegenrück

Der schmucke kleine Ort markiert den Beginn der Hohenwarte-Talsperre. Ab dem Stadtwehr flussabwärts darf mit der Stausee-Erlaubnis gefischt werden. Spinn- und Flugangler haben Aussichten auf schöne Äschen und Bachforellen.

Schweinebach, Otterbucht

Schwein gehabt können einige Angler von dieser Strecke sagen. Denn aus dem oberen Stauseeteil wurden zum Beispiel Karpfen bis 31 Pfund und Zander bis 98 cm gefangen. In die Otterbucht mündet mit dem Otterbach das größte Fließgewässer in die Talsperre.

Hirschwiese

Eines bestätigt sich in der Hohenwarte immer häufiger: Wenn es im Einlaufgebiet prima auf Zander läuft, dann wird es Richtung Staumauer ruhiger. Umgekehrt verhält es sich genauso. Woran das liegt, weiß keiner so genau. Das flache Ufer bei Hirschwiese erlaubt auch Ansitzanglern angenehme Angelstunden. Allerdings wird dieser Bereich bis hin nach Altenroth nur wenig befischt. Es gibt nur wenige Wege – und wenn das Befahren dann mal erlaubt ist, finden Sie keine Stelle, die breit genug zum Parken ist.

Altenroth

Der andere Fähranleger gegenüber der Linkenmühle. Links vom Anleger reichen Wiesen flach bis ans Wasser. Im See selber verlaufen die Abbruchkanten recht dicht am Ufer. Ein schöner, fischreicher Platz für Kunstköder- und Köderfischangler.

Droschkau

Auch an dieser Spitze liegt ein Campingplatz. Vor allem im Winter darf mit großen Räubern gerechnet werden, die schon mal die Laichplätze im überwiegend seichten Wasser auskundschaften. Die Bucht hinter Droschkau heißt nicht für umsonst „An den Stöcken“: Dort wurde vor dem Fluten nicht gerodet. Zahllose Baumstümpfe bedecken den Grund. Taucher waren es wiederum, die dort massenweise Aale entdeckten. Aber das Beangeln ist natürlich wegen der Stämme äußerst heikel.

Hopfenmühle

Ein flacherer Abschnitt. Direkt vor der Hopfenmühle mit dem Campingplatz liegt die Mesritzer Bucht. Die äußeren Uferpartien zur Talsperre hin sind bei Hechtanglern, die mit Gummifisch und Wobbler unterwegs sind, beliebt. Die Bucht hinter der Hopfenmühle ist teilweise nur schwer begehbar. Bei der Einmündung des Baches stippen gern Weißfischfans.

Neidenberga

Die große Bucht vor Neidenberga ist bei Raubfischanglern recht beliebt, auch wenn das Ufer nur teilweise gut zugänglich ist.

Schäferwiese

Vor der Schäferwiese Richtung Lothrabucht befindet sich der einzige „Barschberg“ der Hohenwarte-Talsperre. Allerdings werden eher gute Zander als Barsche gefangen. Ein heißer Tipp für Bootsangler.

Lothrabucht

Wohl eine der fischreichsten Buchten im ganzen See. Sehr gut für Uferangler zu befischen. Ob mit Kunstködern oder toten Köderfischen: alles ist problemlos möglich. Tipp: das gemütliche Waldhotel Lothramühle liegt direkt am Ende der Bucht. Die preisgünstigen Ferienhäuser des Hotels sind für Angler optimal. Das Ufer zwischen Lothrabucht und Zopte ist besonders zu empfehlen, wenn die Zander tief stehen. Denn dort können Sie mit Wurfweiten von 30 Metern bereits 20 Meter tiefes Wasser erreichen. Persönliche Geländegängigkeit ist bei dem Steilufer von Vorteil.

Zopte

Zanderfans fischen gern und erfolgreich in dieser Bucht. Vor allem die Außenseite Richtung Staumauer weist einige tolle Uferplätze auf. Während am Ende der Bucht Ansitzangler ihre Köder auslegen, bestimmen zum offenen Wasser hin Spinnfischer das Bild. Die Stege sollten Sie nur mit Erlaubnis der Besitzer betreten, sonst kann es Ärger geben.

Trend: In den vergangnen Jahren hat sich die Wasserqualität der Hohen- warte – Talsperre stetig verbessert. Mit zunehmender Sichttiefe ist auch eine Verschiebung in der Zusammensetzung der Fischarten zu beobachten.
So wird der Hecht zunehmend zur Leitfischart in diesem Gewässer.


Quelle: Tlav.de